Dass Schweinfurt bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur bereits sehr gut aufgestellt ist, zeigen aktuelle Zahlen eindrucksvoll. In der Stadt Schweinfurt stehen 230 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Rechnerisch teilen sich damit lediglich 6,2 Elektrofahrzeuge einen öffentlichen Ladepunkt. Damit gehört Schweinfurt zu den Kommunen mit einer überdurchschnittlich hohen Ladepunktdichte.
Die gute Position der Stadt zeigt sich ebenfalls in überregionalen Vergleichen. Nach der Auswertung des aktuellen VDA-Ladenetzrankings belegt Schweinfurt Platz 24 unter 399 untersuchten Städten und Landkreisen in Deutschland. In einer Auswertung des Projektträgers Bayern Innovativ zur Versorgung mit öffentlicher Ladeinfrastruktur rangiert die Stadt Schweinfurt unter den fünf bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit dem besten Verhältnis von PKW-Bestand (Zulassungszahlen) zur Anzahl öffentlich zugänglicher Ladepunkte. Die Platzierung zeigt, dass Schweinfurt bereits heute über eine vergleichsweise hohe Dichte öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur verfügt.
Der nächste Ausbauschritt findet am Wohnort statt
Vor diesem Hintergrund widmete sich die Online-Informationsveranstaltung der Stadtwerke Schweinfurt dem Thema „Laden im Mehrparteienhaus“. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über das neue Bundesförderprogramm sowie über technische und organisatorische Fragen beim Aufbau privater Ladeinfrastruktur zu informieren.
Im Mittelpunkt stand dabei die Erkenntnis, dass sich der weitere Ausbau der Elektromobilität künftig immer stärker auf den privaten Bereich verlagern wird. Während öffentliche Ladepunkte eine wichtige Ergänzung darstellen, erfolgen viele Ladevorgänge dort, wo Fahrzeuge über längere Zeit stehen, also zu Hause oder am Arbeitsplatz.
Gerade bei Mehrparteienhäusern sind die Rahmenbedingungen häufig komplex. Unterschiedliche Eigentumsverhältnisse, technische Anforderungen, begrenzte Anschlussleistungen und Fragen der Verbrauchsabrechnung erfordern individuelle Lösungen. Die Stadtwerke Schweinfurt informierten deshalb über Fördermöglichkeiten, Lastmanagement, Messkonzepte und wirtschaftliche Umsetzungsmodelle.
Förderprogramm unterstützt Eigentümer beim Aufbau von Ladeinfrastruktur
Das Förderprogramm „Laden im Mehrparteienhaus“ richtet sich unter anderem an Wohnungseigentümergemeinschaften, Eigentümer von Mehrparteienhäusern, Eigentümer von Stellplätzen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Unternehmen mit größeren Wohnungsbeständen. Gefördert werden unter anderem Vorverkabelungen, Ladepunkte, Netzanschlüsse sowie notwendige technische und bauliche Maßnahmen.
„Die hohe Beteiligung zeigt, wie groß das Interesse an praxistauglichen Lösungen für das Laden im Wohnumfeld inzwischen ist. Ziel der Veranstaltung war es deshalb, die Fördermöglichkeiten verständlich zu erläutern und konkrete Wege zur Umsetzung aufzuzeigen“, erklärt Maximilian Frauenhofer, Projektmanager bei den Stadtwerken Schweinfurt.
Öffentliche und private Infrastruktur ergänzen sich
Mit dem erfolgreichen Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur verschiebt sich der Fokus der Elektromobilität zunehmend auf private und halböffentliche Ladelösungen. Während Städte, Kommunen und Infrastrukturbetreiber in den vergangenen Jahren vor allem den öffentlichen Ausbau vorangetrieben haben, liegt die Entscheidung über den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden künftig vor allem bei Eigentümerinnen und Eigentümern, Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Wohnungsunternehmen. Förderprogramme und technische Lösungen schaffen hierfür neue Möglichkeiten.
„Die Mobilitätswende verändert die Art und Weise, wie Energie erzeugt, verteilt und genutzt wird. Der Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur war in den vergangenen Jahren eine zentrale Voraussetzung für den Hochlauf der Elektromobilität. Die nächsten Entwicklungsschritte werden nun stärker durch die intelligente Vernetzung von Mobilität, Gebäuden und Energienetzen geprägt. Genau hier liegen die großen Potenziale der kommenden Jahre. Elektromobilität wird damit zunehmend zu einem integralen Bestandteil moderner Infrastruktur und nachhaltiger Stadtentwicklung“, sagt Andreas Göb, Prokurist der Stadtwerke Schweinfurt.
Aufzeichnung und Präsentation online verfügbar
Interessierte können die Inhalte der Veranstaltung weiterhin online abrufen. Auf der Internetseite der Stadtwerke Schweinfurt stehen sowohl die Präsentation als auch der Mitschnitt der Informationsveranstaltung zur Verfügung. Dort finden sich außerdem weiterführende Informationen zu öffentlichen und privaten Ladelösungen sowie zu den Angeboten der Stadtwerke Schweinfurt im Bereich Elektromobilität.
www.stadtwerke-sw.de/events
Fragen rund um das Thema Elektromobilität beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Schweinfurt gerne persönlich im Kundencenter am Roßmarkt (Mo – Do 9:00 - 16:30 Uhr, Fr 9:00 – 15:00 Uhr) sowie in der Kunden-Hotline unter 09721 931 - 400 (Mo – Fr 8:00 - 17:00 Uhr) und sind erreichbar via E-Mail an kundenservice@stadtwerke-sw.de. Ebenso stehen sie im Live-Chat (Mo – Fr 8:00 – 17:00 Uhr) und mittels Video-Konferenz (Mo – Fr 8:00 - 17:00 Uhr) über die Internetseite www.stadtwerke-sw.de/service zur Verfügung. Der Chatbot SWenja beantwortet auf der Internetseite Fragen rund um die Uhr.